Unsere Hunde

 
 
 
 
 
 
 

Unsere Trulli ist gestorben und eigentlich gibt es nichts zu sagen, außer dass es unendlich schrecklich ist.

Aber es gibt doch so viel zu sagen, denn dieser Hund war einzigartig, besonders und charakterlich sowas von klar und fein, dass es keine Sorgen mehr auf dieser Erde gäbe, wenn Menschen sich davon was abgucken würden.
Viele kannten sie nur als eher schreckhaft, unnahbar und zurückhaltend. Aber Trulli war soooo viel mehr. Sie war wirklich lustig, hatte unglaublich viel Ausstrahlung, konnte sehr ernst und dann wieder so gütig und geduldig sein; und bei den wenigen Menschen, die zu ihrem auserwählten Kreis gehörten (ja, SIE hat sich ihre Menschen ausgesucht!), war sie unendlich zugänglich, unendlich kooperativ und einfach herzerwärmend.

Sie hat so viel Schönes mit uns erlebt und wir mit ihr. Aber auch so viele Behandlungen hat sie über sich ergehen lassen müssen und es immer ohne Murren mitgemacht. Bis zum Schluss. Da hat sie uns signalisiert, dass sie keine Spritzen, Braunülen und Pillen mehr will. Ihr Körper war einfach kaputt, ihr Geist aber noch klar, um selbst zu entscheiden und uns zu zeigen, was sie wie haben will. Wir wussten, dass wir nach 3 gemeinsamen Jahren den Kampf gegen die Leishmaniose verloren hatten.

So haben wir uns ganz bewusst von ihr verabschieden können. Und doch ging es plötzlich schneller, als wir geahnt hatten. Am Sonntag waren wir noch auf einer ihrer Lieblingsrunden unterwegs und am Dienstag Morgen war klar, dass es zu Ende geht. Und so war es auch. Alle waren da, alle waren bei ihr. Sie hat nicht gelitten und ist ruhig eingeschlafen. Bei ihrer ganz eigenen Familie, die ihr niemand mehr nehmen kann.

Die Welt hat einen weisen, stolzen und grandiosen Hund weniger.
Wir durften mit ihr leben.
Und jetzt sind die Big Mamas wieder vereint. Und bestimmt drückt Gingi auch ein Auge zu und empfängt sie mit offenen Armen.

 

(März 2020)
 
 

 

Meike:

 

 

Mich begleiten zur Zeit drei lustige, spannende und besondere Gesellen: Kolja, Luke und Ronja.

 

Kolja

 

                                

                                                         

Kolja ist ein Terrier-Mix-Rüde, der ca. 2007 das Licht der Welt erblickt hat. Er ist ein Kerl "von der Straße" und ein Traum im Umgang mit anderen Hunden.

 

Bei ihm (2007) scheiden sich zu Unrecht die Geister: viele finden ihn "komisch" oder "unheimlich", dabei ist er ein wahrer Clown, unglaublich plietsch und super zuverlässig auf unserem Hundehof, um zu schauen, wie ein anderer Hund so drauf ist. Dazu kommt, dass er der "Retter" der Kleinen und Kranken ist, was ihn für mich zum König meines Herzens macht.-

 

Luke

 

                              

 

Luke (ca. 2008) hat eine lange Reise hinter sich, bevor er jetzt endlich seinen Platz bei uns gefunden hat. Geplant war seine Aufnahme nicht wirklich, aber er hat sich so geschickt in unsere Herzen geschlichen, dass es keine andere Entscheidung mehr geben konnte.

Er ist ein sehr scheuer und unsicherer Hund, der viele Dinge, die für andere Hunde ganz normal sind, einfach nicht kennengelernt hat und sie deshalb lieber meidet. Zum Glück ist er sehr neugierig, ganz klar im Kopf und orientiert sich an seinem kleinen "Bruder" Kolja, so dass wir nach und nach versuchen, ihm die Welt von ihrer schönen Seite vorzustellen. Er entwickelt sich jeden Tag ein Stückchen weiter und es macht Freude, ihm dabei zuzuschauen und zu helfen.

 

Seine Scheu ist der Neugier gewichen und Luke ist mittlerweile bei ganz vielen Gelegenheiten ein "ganz normaler Hund". Er macht alles mit und läuft inzwischen sogar auch in der echten Welt frei,- das war für alle, die ihn früher kannten, undenkbar. Wir freuen uns über diese Entwicklung wie Bolle...

                                           

 

 
         Ronja
 
 
Im Juli 2019 nahmen wir einen Notfallhund auf, der schnell aus einer Familie heraus musste, weil es mit den Kindern so gar nicht klappte. Wir hatten Kapazitäten frei und so kam MARTA zu uns.

 

 

 
Recht kurz nur war sie ein zurückhaltendes Hascherl, sondern entwickelte sich eher schnell zu "Hans Dampf in allen Gassen". Mit den Hunden kam sie prima klar, ebenso mit dem Tagesablauf in der Pension. Sie genoß den Kontakt zu den vielen verschiedenen Kumpels, aber noch mehr stürzte sie sich auf Eva und mich und war dabei phasenweise recht klettig.
Das kann man so oder so auslegen,- bei mir jedenfalls hat es gut gewirkt und schnell gefunkt. Ich scheine generell ziemlich anfällig zu sein, was die Neigung zum viel zitierten "Pflegestellenversager" betrifft.
Mal wieder gab es viiiiel mehr Gründe dagegen, einen damals fünften (!) Hund aufzunehmen als dafür, aber es kam wohl mal wieder, wie es kommen musste: Marta, inzwischen offiziell Ronja, inoffiziell Zwergi, durfte mit in den Urlaub fahren und machte ihren Job dort so gut, dass im Urlaub die Entscheidung fiel, sie ganz zu behalten. Ich glaube, hund kann es schlechter treffen und wir sind miteinander sehr zufrieden. 
Viele fragen sich bestimmt, warum diese langbeinige Giraffe Zwergi gerufen wird? Naja, Marta war zu ähnlich zu Berta und da sie neben Trulli aussieht wie ein Zwerg, kam irgendwann der Spitzname Zwergi auf. Der hat sich irgendwie gehalten und dem Hund ist es ja eh egal...
Ronja ist nun der offizielle Name, abgeleitet von Ronja Räubertochter. Und DAS passt definitiv!!!
Sie ist für ihr zartes Alter (10 Monate) schon sehr präsent mit Hunden, hat aber genau so viele Flausen im Kopf, wie sich das für einen Jungspund gehört. Wir versuchen es in Maßen zu halten und werden weiter berichten!
 

 

Vor allen Hunden, die momentan mit mir leben, gab es aber noch andere Hunde:

Anne

 

Anne war mein erster Hund und ich hätte keinen besseren haben können. Sie war perfekt. Ich habe selten so ein sanftes und gütiges Wesen wie sie getroffen. Wir konnten uns in jeder Situation ohne viele Worte aufeinander verlassen. Sie hat mir gezeigt, wie Hunde sein können. Immer, wenn ich mit schwierigen Hunden zu tun habe und kurz vor der Verzweiflung bin, denke ich an sie und daran, dass es auch anders geht.

Sie hat mir viele Anfängerfehler, für die ich mich nachträglich oft schäme, ohne jeden Groll verziehen.

Alle meine Hunde waren und sind tolle Hunde und Persönlichkeiten, aber Anne war großartig,- meine große Hundeliebe.

 

Als zweiter Hund kam Rexi dazu:

Ein toller Kerl, aber ein kleiner Gauner. :-) Er hatte Charme ohne Ende und wusste ihn auch gut für sich einzusetzen. Rexi war unglaublich lieb und zuverlässig. Er hat mit Anne, und später mit Ginger und Peppi zusammen gelebt und alle waren richtige Dreamteams.

 

 

Als Anne starb, zog irgendwann Peppi ein: ein Staffordshire Bull Terrier mit zentralnervösen Störungen. Er wackelte beim Laufen immer etwas, guckte öfter mal "leer" in die Gegend und war insgesamt einfach ein bißchen "lölle".

 

Peppi kam schon alt zu uns und hat leider nicht mehr lange gelebt, aber die Zeit, die er noch hatte, war sicher erfüllt und glücklich.

Nach Peppi kam Kolja,- und der ist ja zum Glück noch immer bei mir.

 

Ginger

                           

 

Oma Ginger kennen viele noch "live" vom Hundehof. Sie hatte ziemliche Star-Allüren und böse Zungen behaupten, sie wäre nicht gerade hübsch gewesen. Manche sagen sogar, sie hätte was von Boris Beckers` unehelicher Tochter gehabt.

Aber wenn ein Hund Persönlichkeit hatte, dann sie!!!

Sie hat uns im Dezember 2016 verlassen und wir sind noch geschockt, unendlich traurig und müssen erst verstehen lernen, wie wir nach so einer langen gemeinsamen Zeit ohne sie durchs Leben gehen sollen.

 

TRULLI

 

Diese tolle Maremmano-Hündin wurde 2010 auf Sardinien geboren und hat 7 Jahre ihres Lebens ausschließlich in der L.I.D.A, einem riesigen Tierheim mit bis zu 700 Hunden, verbracht.

Menschen fand sie bisher überflüssig und galt als eher unvermittelbar. Im Januar 2017 bekam sie die Chance, auf unserem Hundehof auf eine Vermittlung vorbereitet zu werden. Jetzt bleibt sie ganz hier und scheint damit sehr zufrieden zu sein. Und wir erst!

Trulli hatte eine unglaubliche Ausstrahlung und Persönlichkeit. Ihre Beziehung zu Elsa bleibt unvergessen. Sie hat uns viel gelehrt und wird immer hier auf dem Hundehof präsent bleiben.

 

 

Eva:

Und dann kam Berta...

Elsa hat sie uns wohl geschickt,- so wie Gingi uns Trulli geschickt hat.

Wenn es so ist, kann sie nur gut sein, und genau das war unser erster (und inzwischen auch zweiter und dritter) Eindruck von ihr.

Was genau sie hinter sich hat, können wir nur vermuten. Mit Sicherheit hat sie viele Welpen geworfen, was "untenrum" unübersehbar ist. Unübersehbar sind auch unzählige Narben am ganzen Körper,- aber diese Zeiten sind jetzt vorbei. Berta kann bei uns neu durchstarten und wir sind uns sicher, dass wir mit ihr wieder ein Dreamteam bekommen.

 

                  

 

Eva hatte sich ja einen Öddeldöddel gewünscht.

Zur Erklärung für die, die nicht im Bilde sind: Öddeldöddel sind gemütliche, nicht übermäßig intelligente Hunde, die einfach mit sich und der Welt sehr zufrieden sind und nicht alles hinterfragen, sondern Dinge einfach so nehmen, wie sie denn sind. Öddeldöddel sind meist in der Gruppe der Molosser anzusiedeln, sabbern wie die Seuche und schnarchen wie ein Sägewerk. Elsa war definitv einer. Wäre Eva ein Hund, dann... Ausgenommen natürlich die Sache mit der Intelligenz!

Das Gegenteil von Öddeldöddel sind Spucki Muckis. Das sind schnelle, rasante, eher überdurchschnittlich intelligente und "kreative" Hunde, die schon mal ganz gerne (alles) hinterfragen und etwas mehr "Rahmen" brauchen. Kolja ist ein Spucki Mucki.

Was wir jetzt schon sagen können: Berta ist ein Öddeldöddel. Juhu!!!!!

ABER: Wenn sie mal in Bewegung kommt, mutiert sie zu einer Kanonenkugel. 

 


 

Eva wurde viele Jahre von Elsa oder auch Elsbeth begleitet, die lange mit Kolja, Gingi, Luke und zum Schluss auch mit ihrer lieben Freundin Trulla zusammengelebt hat. 

   

 

Elsa (ca. 2008) war in der Tiefe ihrer Seele ein kleiner Hasenfuß, was man ihr nicht angesehen hat. Sie wollte nie Stress und wehe, es machte mal jemand "Buh!",- dann war sie aber schnell weg. Aber auch sie wurde mit 3 Jahren langsam erwachsen und cooler und ist mit der Zeit zu einer recht souveränen Hündin herangewachsen. Elsa und Kolja waren "schwer verliebt" und demonstrierten oftmals sehr deutlich ihre Zusammengehörigkeit. Manchmal sah das, was sie miteinander veranstaltet haben, etwas komisch aus, aber zwischen ihnen war alles "sowas von gut".

    

Als Trulli einzog, ahnten wir nicht, dass diese beiden Hündinnen beste Freundinnen werden würden: die Big Mamas. Ein tolles Duo, was auch immer offensichtlich zu sehen war!

Trulli, Kolja und Luke haben Elsa in ihrer letzten Zeit nicht aus den Augen gelassen und waren bis zum letzten Atemzug bei ihr.

 

Vor Elsa war Packo bei Eva, ein alter und toller American Staffordshire Terrier, der nach einer langen und schrecklichen Odyssee seinen Lebensabend noch mal glücklich und in Ruhe verbringen durfte. Packo war zeitgleich mit Ginger und Kolja da und die 3 waren dicke Freunde.

        

 

Nach oben