Unsere Hunde

 
 
 
 
 
 
 


Es ist wieder passiert. Wieder mussten wir uns von einem Hund verabschieden. Am 16.4.21 ist LUKE gestorben.

Bei ihm kann man nicht sagen, dass es unerwartet war, denn er war schon lange unheilbar krank.

 Aber seine eigene Einstellung dazu hat es doch überraschend sein lassen, denn er hat lange Zeit nichts auf das „Geschwätz“ der Ärzte gegeben, dass ihm nicht mehr viel Zeit bliebe.

Vor über 2 Jahren wurde ein wirklich bösartiges Hämangiosarkom entdeckt, seit knapp 2 Jahren wissen wir, dass er Metastasen in der Lunge, an einer Rippe und im Darm hatte. Seine Püpse waren sehr berüchtigt und er hat mehr als einmal mehrere Menschen fast ohnmächtig werden lassen, aber dann haben wir immer gesagt: „Der Luki darf das. Er kann ja nichts dafür.“

Irgendwann haben wir aufgehört, weiter nach Metastasen zu suchen, denn es war klar, worauf es hinauslaufen würde. Es gab zwar keine Heilung, es gab aber Zeit, die es zu leben gab. Die wollte er auch haben und nutzen. Dank eines guten Cocktails an Schmerzmitteln gelang das auch.

Vor 8 Jahren kam er mit dem Namen „Broken“ bei uns an. Ein sehr verhängnisvoller Name, der ihm da gegeben worden war. Mit ca. 2,5 Jahren und zusammen mit 2 weiteren Geschwistern war er vor einem großen städtischen Tierheim ausgesetzt worden und hatte sich nicht einfangen lassen. So musste er nach endlosen Versuchen das erste Mal mit dem Blasrohr geschossen werden, um ihn vor dem Straßenverkehr zu schützen.

 Seine Karriere als „Unnahbarer“ begann. Er hatte schon immer seinen ganz eigenen Plan. So hielten ihn weder Zäune noch Mauern auf und er schaffte es tatsächlich wiederholt, das eigentlich Unmögliche zu überwinden. 2 Meter und 2,30 m waren kein Hindernis für ihn und so wurde er noch zwei weitere Male mit dem Blasrohr geschossen, um ihn von seiner Flucht zurück zu holen.

Irgendwann war dann klar, dass er von Menschen in dieser Umgebung nichts mehr wissen wollte,- vielleicht auch einfach nicht mehr konnte. Er hatte dicht gemacht. Er war nie wirklich aggressiv gewesen, hat aber auch nach 2,5 Jahren Aufenthalt dort keine Annäherung zugelassen und sein Heil immer im Rückzug und der Flucht gesucht.

In diesem Zustand kam er als Pflegehund zu uns. Der Name „Broken“ wurde Vergangenheit und daraus wurde „Luke“. Sein checkender Blick zum oberen Ende der Zäune sagte uns sehr deutlich, dass er sehr wohl könnte,- aber er hat sich zum Glück dafür entschieden, es nicht (mehr) zu wollen. Trotzdem war am Tag seiner Ankunft unserer erste Amtshandlung, einen Auslauf zu überdachen, damit er wenigstens einen äußeren Bereich hatte, in dem er ohne menschliche „Gängelung“ sein konnte. Diese Überdachung ist die hässlichste und auf die Schnelle zusammen geflickteste der Welt,- aber es gibt sie bis heute.

Sein ständiger Begleiter sowohl in Innenräumen als auch draußen war eine lange Strippe am Geschirr, damit wir überhaupt irgendwie Zugriff hatten. Wenn ich mich recht entsinne, trug er sie wohl fast 2 Jahre. Wir haben es zwischendurch immer mal wieder ohne versucht, weil wir dachten, den Durchbruch erreicht zu haben, aber lange Zeit fehlte dann doch das letzte Bisschen an Vertrauen und Einsicht, sich wirklich auch in für ihn unheimlichen Situationen auf uns verlassen.

 

Zwischendurch war diese Stippe auch mal ein mit Plastik ummantelter Draht, weil er beschlossen hatte, dass man sie auch durchbeißen kann, um sich zu entziehen. Ziemlich oft  mussten wir bei ihm ziemlich  kreativ sein…

Ich erinnere mich noch an seinen flackernden Blick und den kaum sichtbar und doch innerlich bebenden Körper. Beides zeigte oft an, dass er nur auf den passenden Moment wartete, um einen Abgang zu machen.

Luke war wohl der erste „krasse“ Angsthund, den wir in echt erlebt haben. Der beste Lehrmeister, um zu verstehen, dass scheu und schreckhaft gewiss nicht irgendwie dasselbe sind wie furchtsam und ängstlich. Dass Panik und Phobien sehr schlimm sein können und man manche Hunde WIRKLICH LANGE UND GUT sichern muss, um Schlimmes zu verhindern. Wir haben gelernt, dass es WIRKLICH Hunde gibt, die ALLE diese Komponenten in sich tragen. Dass Naivität und Leichtsinn beim Halten und Führen mancher Hunde einfach nicht angebracht sind.

UND wir haben gelernt, dass es immer Luft nach oben gibt. Nichts ist in Stein gemeißelt.

Ein Hund, der Menschen als Sozialpartner fast aufgegeben hatte, kann wieder lernen, nicht nur bei, sondern MIT ihnen zu leben. Ein Hund, der Berührungen absolut unzumutbar und Nähe unerträglich fand, kann wieder lernen, sich auf dem Sofa zu lümmeln und durchkraulen zu lassen und er kann sogar lernen, zur Physiotherapie zu gehen, sie zu genießen und sich fallen zu lassen.



Irgendwann wurde aus dem Pflegehund unser Hund. Luke hatte eine Familie!

Ein Hund, der immer sehr erfolgreich geflüchtet ist und sich lieber auf sich selbst als auf irgendwen anders verlassen hat, kann ein sehr zuverlässiger Freiläufer und der beste Reitbegleithund der Welt werden.

Ein Hund, der als „eher nicht hundekompatibel“ galt, kann mit vielen unterschiedlichen Hundecharakteren zusammen leben und es genießen. Er kann dicke Freundschaften schließen und ein unersetzbarer Bestandteil von Hundegruppen werden.

Wie oft hat Luke Stimmungen nur dadurch beeinflusst, mal am Rande des Geschehens zu erscheinen,- quasi wie zufällig durchs Bild zu gehen?! Wie oft hat er ohne viel Gedöns aufkeimendes Chaos geordnet?

Wie sehr hat er auf seine Familie aufgepasst??? Wenn mal eines unserer Mädels gequiekt hat, war er sofort zur Stelle. Das hat Gingi (natürlich) zu gerne ausgenutzt…


  

  

Sein engster Freund war wohl Kolja. Die beiden Gestromten haben so lange zusammengelebt und so viele Abenteuer zusammen erlebt. Kolja ist jetzt der letzte der ersten Meikeva-Hunde. Ein starkes Vermächtnis.



Da oben sind viele Hunde, die mit Luke gelebt haben und die ihn erwarten. Dieses Wissen macht es etwas leichter.

Und wir sind sehr froh, dass er bis zuletzt seinen Plan verfolgt hat. Kein langes Leiden, kein würdeloses Dahinsiechen, kein zermürbendes Auf und Ab.

Du hinterlässt eine große Lücke!                                                                                                      (17.04.2021)



Wir sind wieder zu siebt! Verrückt, sicher nicht "nötig", aber trotzdem genau so gut, wie es ist.

Idgie, eine ca. 3-jährige Maremmano-Mix-Hündin zog im Januar 2021 als Pflegehündin bei uns ein und auch sie hat es (mal wieder) schnell geschafft, sich in unsere Herzen zu schleichen.

Bei ihr war aber alles anders,- sie wurde als extremer Angsthund angekündigt, worüber wir uns keine Sorgen machten, denn das hatten wir schon öfter und haben es immer gut hinbekommen. Uns liegen "diese" Hunde mehr als die Draufgänger und die Lauten.

Sie kam am 10.1. nachts an und uns ist gleich aufgefallen, dass was nicht stimmte. Es sah aus, als hätte sie neurologische Probleme, denn ihr Gangbild war "spinnenartig" und ganz merkwürdig. Es war auch mit Ängstlichkeit nicht zu erklären. 

Wir ließen sie erst mal schlafen und guckten am nächsten Tag in Ruhe. Das war aber gar nicht so einfach, denn ihre Art, sich zu bewegen und zu verhalten, änderte sich ständig! Eines konnten wir jedoch schnell sagen: besonders ängstlich war sie nicht, eigentlich sogar ganz im Gegenteil. Sie schmuste, genoss es auch und war uns sehr schnell zugetan.

Aber ihr merkwürdiger Bewegungsablauf (?) blieb. Irgendwann hatte Eva dann den Geistesblitz und sagte: "Ich glaube, sie kann nichts sehen und blockiert deshalb so und tastet sich eher vorwärts als dass sie normal läuft!" 

Wir hielten erst mal den Mund und beobachteten und beobachteten. Es war wirklich schwierig, denn manchmal bewegte sie sich dermaßen sicher, dass wir uns dann doch wieder nicht vorstellen konnten, dass sie blind sein könnte. Dann stieß sie wieder gegen Dinge, war übervorsichtig und wirkte orientierungslos.

Lange Rede, kurzer Sinn: eine Untersuchung in einer Augenklinik bestätigte unseren Verdacht, dass sie blind oder zumindest sehr stark sehbehindert ist.

Zeitgleich mit den ganzen Beobachtungen haben wir mit einer Frau, die sich mit blinden Hunden auskennt, Kontakt aufgenommen und ihr Löcher in den Bauch gefragt (www.ein-blinder-hund.de). Wir machten uns einfach Sorgen, dass wir den Alltag mit dieser Einschränkung nicht leisten können, bzw. dass Idgie mit unserem Alltag und Leben überfordert sein könnte. Zeitgleich wurde Idgie aber immer sicherer und zeigte deutlich, dass es ihr hier ganz gut gefällt.

Als Denkanstoß auf unsere ganzen Fragen bekamen wir u. a. einen Satz zu hören, der da war:   "Blind heißt nicht blöd!" Das war irgendwie der Durchbruch. Natürlich hatten wir Idgie nicht für blöd gehalten, aber wir haben uns um Vieles viel zu viele Gedanken gemacht, die sie durch die Art und Weise, wie sie das Leben nimmt, einfach ausgeräumt hat.

Ja, sie braucht manchmal ein bisschen Unterstützung, den Rest kann und macht sie aber gerne alleine! Sie ist nämlich abgesehen von ihrer Einschränkung ein selbstbewusster Hund mit einem sehr starken und eigenen Willen.

Aus diesem Grund bekam sie übrigens ihren Namen! Sie reiste als LUCE an, aber wir Waldschrate können diese italienischen Namen nicht gut sprechen und sie passen irgendwie auch nicht zu uns. Weil sie aber so eigenwillig, manchmal sogar stur, aber sehr herzerwärmend und freundlich ist, fiel uns Idgie Threadgoode aus dem Film GRÜNE TOMATEN ein. Und so wurde aus Luce dann Idgie ;-)

Ende Januar war es dann also soweit: Idgie latschte zum ersten Mal recht selbstverständlich durch unsere private Haustür, ging einmal rum, schnüffelte alles ab, legte sich mit einem Seufzer hin und schlief tiefenentspannt zwei Stunden durch. Unsere anderen Hunde haben eigentlich gar nicht groß reagiert und somit abgenickt, dass wir wieder zu siebt sind. So schnell kann`s gehen! 


Update Idgie März 2021: Das sollte noch nicht alles gewesen sein...

Die "kleine" Idgie bereitet uns arge Sorgen. Sie hatte Anfang März jeweils aus dem Schlaf oder Dösen heraus insgesamt 3 Krampfanfälle in 2 Tagen. Zum Glück haben wir schnell einen Notfalltermin beim Neurologen in der Klinik bekommen und sie wurde einmal komplett "durch die Mühle gedreht".
Es gibt gute und schlechte Nachrichten. Sie hat weder eine Hirnhautentzündung noch Parasiten noch einen Tumor im Hirn.
Leider wurde aber eine (wahrscheinlich angeborene) Anomalie entdeckt. Und zwar fehlen ihr Windungen, bzw. Struktur im Gehirn. Es ist also nicht furchig, sondern glatt. Der schlaue Name ist "Lissenzephalie". Dass das Gehirn glatt ist, ist nicht nur ein optisches Ding, sondern es macht auch was mit dem Hund. Beim Menschen würde man sagen, die Betroffenen sind mehr oder weniger zurückgeblieben und lerneingeschränkt. Auch körperliche Einschränkungen wie Blindheit, Taubheit, Ataxie etc. kommen vor,-und eben auch Krampfanfälle.
Jetzt passt alles zusammen: ihr Gangbild/Bewegungsablauf, das Nicht-Sehen, die Anfälle...
Leider ist diese Anomalie nicht heilbar, man kann nur symptomatisch behandeln. Daher stellen wir sie jetzt auf Epilepsietabletten ein und versuchen so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten. Nochmals leider ist der "Ablauf" dieser Krankheit fortschreitend, heißt, es wird immer schlechter.
Wir hatten jetzt etwas Zeit, das sacken zu lassen, sind aber natürlich immer noch geschockt. Wer Ginger, meinen kleinen Pinscher, noch kennt, der weiß, dass sie mit knapp unter 17 Jahren in einer Reihe von epileptischen Anfällen, aus denen sie auch mit Medikamenten und Klinik nicht mehr rauskam, ziemlich elendig verstorben ist. Daher sind Krampfanfälle für mich emotional eine "Hausnummer". In den 3, die Idgie hatte, hat sie nicht - wie Gingi - geschrien, was es etwas erträglicher macht.
Wir hoffen, dass wir Idgie schnell und gut eingestellt bekommen und die Anfälle auf ein Minimum zurückgefahren kriegen. 
Außerhalb der Anfälle ist sie recht normal und wir versuchen auch, mit ihr so normal wie möglich umzugehen. Aber natürlich beobachten wir sie mehr und denken immer, dass der nächste Anfall jederzeit kommen kann. Im Alltag werden wir einiges umstrukturieren müssen. So werden wir sie erst mal nicht mit anderen Hunden (weder mit unsere eigenen noch mit den Pensionshunden) "unbeaufsichtigt" alleine lassen, denn wer weiß, wie Hunde auf so einen krampfenden Hund reagieren können?! Aber auch da hoffen wir, dass wir zu einem relativ normalen entspannten Alltag zurückkommen, wenn alles eingestellt ist.
Puh,- das hätten wir jetzt nicht gebraucht, aber eine Freundin sagte, dass es einen Grund hat, dass sie bei uns ist. Das denke ich auch, und wir sind froh, dass sie bei uns ist!


               

 

 

Unsere Trulli ist gestorben und eigentlich gibt es nichts zu sagen, außer dass es unendlich schrecklich ist.

Aber es gibt doch so viel zu sagen, denn dieser Hund war einzigartig, besonders und charakterlich sowas von klar und fein, dass es keine Sorgen mehr auf dieser Erde gäbe, wenn Menschen sich davon was abgucken würden.
Viele kannten sie nur als eher schreckhaft, unnahbar und zurückhaltend. Aber Trulli war soooo viel mehr. Sie war wirklich lustig, hatte unglaublich viel Ausstrahlung, konnte sehr ernst und dann wieder so gütig und geduldig sein; und bei den wenigen Menschen, die zu ihrem auserwählten Kreis gehörten (ja, SIE hat sich ihre Menschen ausgesucht!), war sie unendlich zugänglich, unendlich kooperativ und einfach herzerwärmend.

Sie hat so viel Schönes mit uns erlebt und wir mit ihr. Aber auch so viele Behandlungen hat sie über sich ergehen lassen müssen und es immer ohne Murren mitgemacht. Bis zum Schluss. Da hat sie uns signalisiert, dass sie keine Spritzen, Braunülen und Pillen mehr will. Ihr Körper war einfach kaputt, ihr Geist aber noch klar, um selbst zu entscheiden und uns zu zeigen, was sie wie haben will. Wir wussten, dass wir nach 3 gemeinsamen Jahren den Kampf gegen die Leishmaniose verloren hatten.

So haben wir uns ganz bewusst von ihr verabschieden können. Und doch ging es plötzlich schneller, als wir geahnt hatten. Am Sonntag waren wir noch auf einer ihrer Lieblingsrunden unterwegs und am Dienstag Morgen war klar, dass es zu Ende geht. Und so war es auch. Alle waren da, alle waren bei ihr. Sie hat nicht gelitten und ist ruhig eingeschlafen. Bei ihrer ganz eigenen Familie, die ihr niemand mehr nehmen kann.

Die Welt hat einen weisen, stolzen und grandiosen Hund weniger.
Wir durften mit ihr leben.
Und jetzt sind die Big Mamas wieder vereint. Und bestimmt drückt Gingi auch ein Auge zu und empfängt sie mit offenen Armen.

 

(März 2020)
 
 

 

Meike:

 

 

Mich begleiten zur Zeit drei lustige, spannende und besondere Gesellen: Kolja, Luke und Ronja.

 

Kolja 

 

                   

                                                         

Kolja ist ein Terrier-Mix-Rüde, der ca. 2007 das Licht der Welt erblickt hat. Er ist ein Kerl "von der Straße" und ein Traum im Umgang mit anderen Hunden. 

 

Bei ihm (2007) scheiden sich zu Unrecht die Geister: viele finden ihn "komisch" oder "unheimlich", dabei ist er ein wahrer Clown, unglaublich plietsch und super zuverlässig auf unserem Hundehof, um zu schauen, wie ein anderer Hund so drauf ist. Dazu kommt, dass er der "Retter" der Kleinen und Kranken ist, was ihn für mich zum König meines Herzens macht.-

 

Luke

 

                 

 

Luke (ca. 2008) hat eine lange Reise hinter sich, bevor er jetzt endlich seinen Platz bei uns gefunden hat. Geplant war seine Aufnahme nicht wirklich, aber er hat sich so geschickt in unsere Herzen geschlichen, dass es keine andere Entscheidung mehr geben konnte.

Er ist ein sehr scheuer und unsicherer Hund, der viele Dinge, die für andere Hunde ganz normal sind, einfach nicht kennengelernt hat und sie deshalb lieber meidet. Zum Glück ist er sehr neugierig, ganz klar im Kopf und orientiert sich an seinem kleinen "Bruder" Kolja, so dass wir nach und nach versuchen, ihm die Welt von ihrer schönen Seite vorzustellen. Er entwickelt sich jeden Tag ein Stückchen weiter und es macht Freude, ihm dabei zuzuschauen und zu helfen.

 

Seine Scheu ist der Neugier gewichen und Luke ist mittlerweile bei ganz vielen Gelegenheiten ein "ganz normaler Hund". Er macht alles mit und läuft inzwischen sogar auch in der echten Welt frei,- das war für alle, die ihn früher kannten, undenkbar. Wir freuen uns über diese Entwicklung wie Bolle...

                                           

 

 
         Ronja
 
 
Im Juli 2019 nahmen wir einen Notfallhund auf, der schnell aus einer Familie heraus musste, weil es mit den Kindern so gar nicht klappte. Wir hatten Kapazitäten frei und so kam MARTA zu uns.

 

 
Recht kurz nur war sie ein zurückhaltendes Hascherl, sondern entwickelte sich eher schnell zu "Hans Dampf in allen Gassen". Mit den Hunden kam sie prima klar, ebenso mit dem Tagesablauf in der Pension. Sie genoß den Kontakt zu den vielen verschiedenen Kumpels, aber noch mehr stürzte sie sich auf Eva und mich und war dabei phasenweise recht klettig.
Das kann man so oder so auslegen,- bei mir jedenfalls hat es gut gewirkt und schnell gefunkt. Ich scheine generell ziemlich anfällig zu sein, was die Neigung zum viel zitierten "Pflegestellenversager" betrifft.
Mal wieder gab es viiiiel mehr Gründe dagegen, einen damals fünften (!) Hund aufzunehmen als dafür, aber es kam wohl mal wieder, wie es kommen musste: Marta, inzwischen offiziell Ronja, inoffiziell Zwergi, durfte mit in den Urlaub fahren und machte ihren Job dort so gut, dass im Urlaub die Entscheidung fiel, sie ganz zu behalten. Ich glaube, hund kann es schlechter treffen und wir sind miteinander sehr zufrieden. 
Viele fragen sich bestimmt, warum diese langbeinige Giraffe Zwergi gerufen wird? Naja, Marta war zu ähnlich zu Berta und da sie neben Trulli aussieht wie ein Zwerg, kam irgendwann der Spitzname Zwergi auf. Der hat sich irgendwie gehalten und dem Hund ist es ja eh egal...
Ronja ist nun der offizielle Name, abgeleitet von Ronja Räubertochter. Und DAS passt definitiv!!!
Sie ist für ihr zartes Alter (10 Monate) schon sehr präsent mit Hunden, hat aber genau so viele Flausen im Kopf, wie sich das für einen Jungspund gehört. Wir versuchen es in Maßen zu halten und werden weiter berichten!
 

 

Vor allen Hunden, die momentan mit mir leben, gab es aber noch andere Hunde:

Anne

 

Anne war mein erster Hund und ich hätte keinen besseren haben können. Sie war perfekt. Ich habe selten so ein sanftes und gütiges Wesen wie sie getroffen. Wir konnten uns in jeder Situation ohne viele Worte aufeinander verlassen. Sie hat mir gezeigt, wie Hunde sein können. Immer, wenn ich mit schwierigen Hunden zu tun habe und kurz vor der Verzweiflung bin, denke ich an sie und daran, dass es auch anders geht. 

Sie hat mir viele Anfängerfehler, für die ich mich nachträglich oft schäme, ohne jeden Groll verziehen. 

Alle meine Hunde waren und sind tolle Hunde und Persönlichkeiten, aber Anne war großartig,- meine große Hundeliebe.

 

Als zweiter Hund kam Rexi dazu:

Ein toller Kerl, aber ein kleiner Gauner. :-) Er hatte Charme ohne Ende und wusste ihn auch gut für sich einzusetzen. Rexi war unglaublich lieb und zuverlässig. Er hat mit Anne, und später mit Ginger und Peppi zusammen gelebt und alle waren richtige Dreamteams.

 

 

Als Anne starb, zog irgendwann Peppi ein: ein Staffordshire Bull Terrier mit zentralnervösen Störungen. Er wackelte beim Laufen immer etwas, guckte öfter mal "leer" in die Gegend und war insgesamt einfach ein bißchen "lölle". 

 

Peppi kam schon alt zu uns und hat leider nicht mehr lange gelebt, aber die Zeit, die er noch hatte, war sicher erfüllt und glücklich.

Nach Peppi kam Kolja,- und der ist ja zum Glück noch immer bei mir. 

 

Ginger

                          

 

Oma Ginger kennen viele noch "live" vom Hundehof. Sie hatte ziemliche Star-Allüren und böse Zungen behaupten, sie wäre nicht gerade hübsch gewesen. Manche sagen sogar, sie hätte was von Boris Beckers` unehelicher Tochter gehabt. 

Aber wenn ein Hund Persönlichkeit hatte, dann sie!!! 

Sie hat uns im Dezember 2016 verlassen und wir sind noch geschockt, unendlich traurig und müssen erst verstehen lernen, wie wir nach so einer langen gemeinsamen Zeit ohne sie durchs Leben gehen sollen.

 

TRULLI

 

Diese tolle Maremmano-Hündin wurde 2010 auf Sardinien geboren und hat 7 Jahre ihres Lebens ausschließlich in der L.I.D.A, einem riesigen Tierheim mit bis zu 700 Hunden, verbracht.

Menschen fand sie bisher überflüssig und galt als eher unvermittelbar. Im Januar 2017 bekam sie die Chance, auf unserem Hundehof auf eine Vermittlung vorbereitet zu werden. Jetzt bleibt sie ganz hier und scheint damit sehr zufrieden zu sein. Und wir erst!

Trulli hatte eine unglaubliche Ausstrahlung und Persönlichkeit. Ihre Beziehung zu Elsa bleibt unvergessen. Sie hat uns viel gelehrt und wird immer hier auf dem Hundehof präsent bleiben.

 

 

Eva:

Und dann kam Berta...

Elsa hat sie uns wohl geschickt,- so wie Gingi uns Trulli geschickt hat.

Wenn es so ist, kann sie nur gut sein, und genau das war unser erster (und inzwischen auch zweiter und dritter) Eindruck von ihr.

Was genau sie hinter sich hat, können wir nur vermuten. Mit Sicherheit hat sie viele Welpen geworfen, was "untenrum" unübersehbar ist. Unübersehbar sind auch unzählige Narben am ganzen Körper,- aber diese Zeiten sind jetzt vorbei. Berta kann bei uns neu durchstarten und wir sind uns sicher, dass wir mit ihr wieder ein Dreamteam bekommen.

 

               

 

Eva hatte sich ja einen Öddeldöddel gewünscht.

Zur Erklärung für die, die nicht im Bilde sind: Öddeldöddel sind gemütliche, nicht übermäßig intelligente Hunde, die einfach mit sich und der Welt sehr zufrieden sind und nicht alles hinterfragen, sondern Dinge einfach so nehmen, wie sie denn sind. Öddeldöddel sind meist in der Gruppe der Molosser anzusiedeln, sabbern wie die Seuche und schnarchen wie ein Sägewerk. Elsa war definitv einer. Wäre Eva ein Hund, dann... Ausgenommen natürlich die Sache mit der Intelligenz!

Das Gegenteil von Öddeldöddel sind Spucki Muckis. Das sind schnelle, rasante, eher überdurchschnittlich intelligente und "kreative" Hunde, die schon mal ganz gerne (alles) hinterfragen und etwas mehr "Rahmen" brauchen. Kolja ist ein Spucki Mucki.

Was wir jetzt schon sagen können: Berta ist ein Öddeldöddel. Juhu!!!!! 

ABER: Wenn sie mal in Bewegung kommt, mutiert sie zu einer Kanonenkugel. 

 


 

Eva wurde viele Jahre von Elsa oder auch Elsbeth begleitet, die lange mit Kolja, Gingi, Luke und zum Schluss auch mit ihrer lieben Freundin Trulla zusammengelebt hat. 

 

 

Elsa (ca. 2008) war in der Tiefe ihrer Seele ein kleiner Hasenfuß, was man ihr nicht angesehen hat. Sie wollte nie Stress und wehe, es machte mal jemand "Buh!",- dann war sie aber schnell weg. Aber auch sie wurde mit 3 Jahren langsam erwachsen und cooler und ist mit der Zeit zu einer recht souveränen Hündin herangewachsen. Elsa und Kolja waren "schwer verliebt" und demonstrierten oftmals sehr deutlich ihre Zusammengehörigkeit. Manchmal sah das, was sie miteinander veranstaltet haben, etwas komisch aus, aber zwischen ihnen war alles "sowas von gut".

Als Trulli einzog, ahnten wir nicht, dass diese beiden Hündinnen beste Freundinnen werden würden: die Big Mamas. Ein tolles Duo, was auch immer offensichtlich zu sehen war!

Trulli, Kolja und Luke haben Elsa in ihrer letzten Zeit nicht aus den Augen gelassen und waren bis zum letzten Atemzug bei ihr.

 

Vor Elsa war Packo bei Eva, ein alter und toller American Staffordshire Terrier, der nach einer langen und schrecklichen Odyssee seinen Lebensabend noch mal glücklich und in Ruhe verbringen durfte. Packo war zeitgleich mit Ginger und Kolja da und die 3 waren dicke Freunde.

   

 

Nach oben